
DIRECTOR'S NOTE
Marvin Kren
Bangkok meets Crooks
Die 2. Staffel in Bangkok zu verorten war die beste Komponente, sich der Herausforderung einer 2. Staffel zu stellen. Die Zutaten sind nach wie vor dieselben: Unsere guten Crooks Charly und Joseph in einer wilden Jagd nach der „gschissenen Münze“ und den großen Themen wie Freundschaft unter Bedrohung, Zusammenhalt, Familie und das richtige Leben im falschen Umfeld. Und das alles im Umfeld zweier extrem gegensätzlichen Welten: Die gefährlichen Nächte in der Unterwelt Bangkok’s im visuellen Wechselspiel mit der archaischen Kraft der Österreichischen Alpen. Besonders dieser Kontrast dieser beiden Welten in der neuen Staffel ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Show, die sich in allen Belangen aus dem Ansatz der ersten kraftvoll weiterentwickelt hat: Mehr Action, mehr Drama und definitiv mehr Schmäh!
Die Idee zur Serie
Im Film von Claude Sautet, Classe tous risque/Der Panther wird gehetzt, aus dem Jahre 1960 spielen Lino Ventura und Jean-Paul Belmondo zwei Gauner, die sich auf unverhoffte Weise kennenlernen und zu lebensrettenden Freunde werden. Diese aufopfernde Freundschaft zweier Ganoven in einer brutalen und kriminellen Welt hat mich berührt und inspiriert, eine ähnliche Gauner-Kumpel-Konstellation zu erfinden. Die Idee zu Crooks wurde außerdem während des Lockdowns geboren, als ich mich sehr nach dem Reisen sehnte. So wie ich selbst endlich aus meinen vier Wänden ausbrechen wollte, wollte ich auch mein ungleiches Helden-Duo Charly und Joseph von Berlin über Wien nach Marseille durch die Gangster-Welten Europas jagen. Es sollte eine Geschichte über zwei Einzelgänger sein, die sich in der rauen Welt der Verbrecher zusammenschließen müssen, um zu überleben, und dabei zu unzertrennlichen Freunden werden. Das Schöne im Schrecklichen behüten, und das Augenzwinkern dabei nicht verlieren. Die unterschiedlichen europäischen Verbrecher-Vereinigungen in der Serie spielen eine große Rolle. Diese filmisch zu zeigen, war eine besonderer Spaß und eine tolle Herausforderung. Sie sollten zum einen einen realistischen Bezug haben, aber natürlich auch eine filmische Überhöhung. Zudem sollten sie sich glaubhaft und fühlbar für das Publikum voneinander unterscheiden. So haben wir nach spezifischen Merkmalen im Look, der Sprache, der Haltung, der inneren Dynamiken und der Gestik gesucht, die diesem Gauner-Blumenstrauß seine vielen verschiedenen wilden und schönen Farben geben.”
